Die Bedeutung von Web Vitals für SEO

Die Bedeutung von Web Vitals für SEO und Ihre Website-Performance


In diesem Beitrag werfen wir einen Blick darauf, was Web Vitals sind, warum sie so wichtig sind und wie Sie zur Optimierung Ihrer Website beitragen.

 

Inhalte:

 

In einer sich kontinuierlich verändernden Welt des Online-Marketings ist die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ein unverzichtbares Instrument, um sich im digitalen Wettbewerb zu behaupten. Ein noch relativ neuer, aber entscheidender Aspekt der Suchmaschinenoptimierung sind die Web Vitals, insbesondere die so genannten Core Web Vitals, die das Ranking Ihrer Website in Suchmaschinen und die Nutzererfahrung erheblich beeinflussen können.

 

Was sind Web Vitals?

Web Vitals sind eine Gruppe von Kennzahlen, die die Leistung und Benutzerfreundlichkeit einer Website messen. Sie sind in drei Hauptkategorien unterteilt:

1. Core Web Vitals:

  • LCP (Largest Contentful Paint): LCP misst die Zeit, die Ihre Website benötigt, um den größten sichtbaren Inhalt anzuzeigen. Ideal ist eine Ladezeit von weniger als 2,5 Sekunden. Ein Beispiel: Ein Online-Shop hat seine LCP so optimiert, dass die Zeit, die benötigt wird, um das Hauptbild eines Produkts anzuzeigen, drastisch reduziert wird. Dies führt zu einer schnelleren und insgesamt besseren Benutzererfahrung, die potenziell zu mehr Verkäufen führt.

  • FID (First Input Delay): FID misst die Verzögerung zwischen der ersten Benutzerinteraktion (z.B. Klicken auf einen Link) und der Reaktion Ihrer Website. Ein Wert von weniger als 100 Millisekunden wird angestrebt. Ein Beispiel: Eine Nachrichten-Website hat ihren FID verbessert, so dass Links und Schaltflächen schneller auf Benutzerinteraktionen reagieren. Dies führt zu einer höheren Zufriedenheit der Leser, die dadurch länger auf der Website verweilen.

  • CLS (Cumulative Layout Shift): CLS bewertet die Stabilität des Layouts Ihrer Website. Ein optimaler Wert liegt unter 0,1. Angenommen, ein Blog hat einen minimalen CLS-Wert, was bedeutet, dass sich Text und Bilder auf der Seite nicht unerwartet verschieben. Dies gewährleistet eine konsistente und benutzerfreundliche Erfahrung. Wenn sich der Inhalt während des Ladevorgangs stark verschiebt, führt dies zu schlechteren CLS-Werten.

2. Geschwindigkeitsmetriken:

  • FCP (First Contentful Paint): Der FCP misst die Zeit, die vergeht, bis der erste sichtbare Inhalt auf Ihrer Website erscheint. Wenn z.B. eine Reise-Website ihren FCP optimiert, wird die Startseite schneller geladen und die Reiseangebote werden sofort angezeigt, was die Benutzer zum Weitersuchen anregt. Werden die Inhalte hingegen sehr langsam geladen, werden die Nutzer die Website eher wieder verlassen.

  • INP (Interaction to Next Paint): INP misst die Zeit zwischen einer Nutzerinteraktion und dem darauf folgenden nächsten Element. Eine Interaktion kann zum Beispiel das Klicken auf eine Schaltfläche sein.

  • TTI (Time to Interactive): Die TTI bezeichnet die Zeit bis zur Interaktivität Ihrer Website. Ein Beispiel: Eine Software-Website hat ihre TTI verkürzt, so dass die Benutzer Testversionen schneller herunterladen und ausprobieren können. Das führt zu einer höheren Kundenzufriedenheit.

  • TBT (Total Blocking Time): Die TBT-Metrik misst, wie lange der Hauptthread Ihrer Website blockiert ist, während Benutzerinteraktionen verarbeitet werden. Beispiel: Wenn eine Wirtschaftswebsite ihren TBT-Wert senkt, können Benutzer schneller auf Diagramme und Finanzdaten zugreifen.

3. Netzwerkleistungsmetriken:

  • TTFB (Time to First Byte): TTFB misst die Zeit zwischen dem Auslösen einer Anfrage und dem Empfang des ersten Bytes der Antwort. Wenn eine News-Site ihre TTFB optimiert, werden die News-Artikel schneller geladen und stehen den Lesern schneller zur Verfügung.

Update zum FID:

Im Mai 2023 hat Google angekündigt, dass der INP (Interaction to Next Paint) die Core Web Vitals ergänzen wird. Im nächsten Schritt soll der INP den FID (First Input Delay) in den Core Web Vitals ersetzen. Ab März 2024 werden auch in der Google Search Console keine Messwerte mehr für den FID angezeigt. Die Reaktionsgeschwindigkeit von Websites wird dann durch die Kennzahl INP angegeben. (Quelle: Google.com, 2023)

 

Warum sind Web Vitals wichtig?

Unterschätzen Sie nicht die Bedeutung der Web Vitals für Ihre Website und die Suchmaschinenoptimierung. Hier sind einige Gründe, warum diese Kennzahlen so wichtig sind:

1. Verbesserung der Benutzererfahrung: Web Vitals konzentrieren sich auf die Aspekte, die das Nutzererlebnis am stärksten beeinflussen, wie Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und Stabilität des Layouts. Durch die Optimierung dieser Aspekte bieten Sie Ihren Besuchern eine benutzerfreundlichere Website.

2. Besseres SEO-Ranking: Suchmaschinen, insbesondere Google, beziehen die Web Vitals in ihren Ranking-Algorithmus mit ein. Websites, die diese Metriken optimieren, werden in den Suchergebnissen bevorzugt, was zu einer besseren Sichtbarkeit führt.

3. Reduzierte Absprungrate: Eine schnell ladende und benutzerfreundliche Website bedeutet, dass Besucher länger auf Ihrer Website bleiben und die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass sie abspringen. Dies wirkt sich positiv auf die Absprungrate aus, was wiederum Ihr SEO-Ranking verbessern kann.

4. Erhöhtes Conversion-Potenzial: Eine optimierte Website kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Besucher zu Kunden werden. Wenn Ihre Website schnell und benutzerfreundlich ist, ist es wahrscheinlicher, dass Ihre Besucher eine Aktion durchführen, sei es ein Kauf, eine Registrierung oder eine Kontaktaufnahme.

 

Beispiele für Auswirkungen auf das Ranking.

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele dafür, wie sich die Optimierung von Web Vitals auf Ihr Ranking in den Suchmaschinen auswirken kann:

Beispiel 1 - Mobile Ladezeit: Eine E-Commerce-Website hat ihre LCP für mobile Geräte optimiert und die Ladezeit um 3 Sekunden verkürzt. Dies kann zu einem Anstieg des organischen Traffics führen. Die verbesserte Ladezeit trägt dazu bei, dass mehr Nutzer auf der Website verweilen und eine höhere Kaufbereitschaft aufweisen.

Beispiel 2 - Verbesserung der Interaktionsgeschwindigkeit: Ein Blog, der einen hohen FID-Wert aufwies, hat seinen FID-Wert von 250 ms auf 50 ms reduziert. Dies führte zu einer geringeren Absprungrate und einer längeren Verweildauer der Besucher. Dies wiederum ermöglichte ein besseres Ranking in den Suchergebnissen, da die Website als benutzerfreundlicher wahrgenommen wurde.


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Best Practices zur Optimierung der Web Vitals.

Die folgenden bewährten Praktiken helfen Ihnen, Ihre Website zu optimieren:

  • Optimierung von Bildern und Ressourcen: Komprimieren Sie Bilder, wählen Sie das richtige Dateiformat und implementieren Sie Browser-Caching, um die Ladezeiten zu verkürzen und den LCP zu optimieren.

  • Priorisierung des kritischen Inhalts: Stellen Sie sicher, dass der sichtbare Inhalt auf Ihrer Website priorisiert wird. Der sichtbare Inhalt sollte schneller geladen werden als weniger wichtige Ressourcen, um den LCP-Wert zu verbessern.

  • Minimierung von Layoutverschiebungen: Achten Sie darauf, dass Ihre Website keine unerwarteten Layoutverschiebungen verursacht, um den CLS-Wert zu minimieren.

  • Verwendung von Content Delivery Networks (CDNs): CDNs können die Ladegeschwindigkeit von Ressourcen erheblich verbessern, indem sie diese über verschiedene Server verteilen und so den LCP und den FID optimieren.

 

Fazit.

Web Vitals sind entscheidend für Ihre SEO und die Performance Ihrer Website. Durch die Optimierung dieser Kennzahlen können Sie Ihr Ranking in den Suchergebnissen verbessern, die Benutzerfreundlichkeit erhöhen und die Conversion-Rate steigern. Durch die Umsetzung der vorgestellten Best Practices können Sie sicherstellen, dass Ihre Website die größtmögliche Reichweite in der Google-Suche erzielt und Nutzer zu zufriedenen Kunden werden.

 

Autor dieses Beitrags:

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Christos Farakos ist seit über 15 Jahren im digitalen Marketing führender Unternehmen tätig. In seinen letzten beruflichen Stationen war er als "Head of Marketing DACH" eines Geschäftsbereichs eines internationalen Konzerns und als "Leiter Marketing" im öffentlichen Dienst tätig. Davor arbeitete er viele Jahre in den Bereichen SEO, SEA und Performance Marketing für ein international agierendes und weltweit führendes Unternehmen sowie für eine Digital Marketing Agentur eines der größten Agenturnetzwerke der Welt.

Christos Farakos ist leitender Dozent im AKDMM-Zertifikatslehrgang "SEO und Content Optimierung".


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